
Stabile theoretische und praktische Führerprüfungszahlen
Die Normalisierung der Anzahl theoretischer und praktischer Führerprüfungen seit 2022 setzt sich fort. Einzig die Anzahl der erfolgreichen praktischen Prüfungen ist noch nicht ganz auf dem alten Niveau.
Stabile theoretische und praktische Führerprüfungszahlen. Die Normalisierung der Anzahl theoretischer und praktischer Führerprüfungen seit 2022 setzt sich fort. Nach den Rekordjahren 2020 und 2021 hat sich dabei die Anzahl bestandener theoretischer Führerprüfungen auf hohem Niveau stabilisiert. Die Anzahl der erfolgreichen praktischen Prüfungen ist indessen noch nicht ganz auf dem Niveau wie vor 2022. Je nach Kategorie gibt es zudem unterschiedliche Entwicklungen. So in etwa lassen sich die kantonalen Statistiken zu den theoretischen und praktischen Führerprüfungen zusammenfassen, welche die Vereinigung der Strassenverkehrsämter asa publiziert hat.
Stabile theoretische und praktische Führerprüfungszahlen
Nachdem sich die Zahlen der Theorieprüfungen aller Kategorien 2023 deutlich erholt haben, haben sie sich 2024 stabilisiert. Die bestandenen Theorieprüfungen liegen insgesamt höher als die durchschnittliche Zahl vor 2020. Die Anzahl aller praktischen Prüfungen hat sich dagegen auch im letzten Jahr nochmals reduziert, jedoch weniger stark als im Vorjahr.
Bei den Basistheorieprüfungen für die Kategorien B (Auto) und A/A1 (Motorrad) stieg die Anzahl der erfolgreich absolvierten Prüfungen leicht auf knapp 95’000 an. Somit ist das Volumen aus den Jahren 2018 und 2019 mit rund 98’000 Prüfungen fast wieder erreicht.
Rückgang bei den praktischen Auto-Prüfungen
Die Anzahl der praktischen Prüfungen in der Kategorie B ist 2024 erneut zurückgegangen. Hier kann also nicht von stabilen Prüfungszahlen gesprochen werden. Immerhin ist dieser Rückgang nur noch halb so gross wie der von 2022 auf 2023.
Eine Erholung des Volumens der praktischen Prüfungen ist nach Auffassung der Vereinigung der Strassenverkehrsämter also absehbar, insbesondere weil die Zahl der bestandenen Theorieprüfungen in der Basistheorie wieder leicht gestiegen ist. Diese Prüfungen sind entscheidend für die bevorstehenden praktischen Führerprüfungen.
Mit rund 80’000 erfolgreich absolvierten praktischen Prüfungen in der Kategorie B im letzten Jahr ist der Mittelwert von rund 93’000 Prüfungen aus der Zeit vor den Ausnahmejahren ab 2020 jedoch noch nicht erreicht.
Weniger praktische Prüfungen bei den leichten Motorrädern
Die praktischen Prüfungen der Motorradkategorien A und A1 zeigen ein unterschiedliches Bild. Während sich die Kategorie A (schwere Motorräder) nach den ausserordentlichen Jahren 2020 und 2021 auf relativ hohem Niveau normalisiert hat, entwickelt sich die Kategorie A1 (leichte Motorräder) nach einem Aufschwung von 2021 bis 2023 wieder leicht rückwärts.
Seit die Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) am 1. September 2009 in Kraft getreten ist, müssen Lenkende neben der Kategorie C/C1 und D/D1 auch die CZV-Theorieprüfung absolvieren. 2024 wurde die CZV-Theorieprüfung entgegen früherer Jahre von der Armee nicht auch noch zusätzlich angeboten. In dieser Kategorie war deshalb im letzten Jahr ein Rückgang von über 40 % zu verzeichnen.
Mehr Theorieprüfungen für die Kategorie Mofa
Wie bereits 2023 hat sich die Anzahl der Theorieprüfungen für die Kategorie Mofa (M) erhöht. Dies scheint dem Trend für Leicht-Motorfahrräder wie E‑Trottinetten und E‑Mofas geschuldet zu sein. Um mit diesen Trendfahrzeugen zu fahren, müssen Jugendliche von 14 bis 16 Jahren mindestens die Theorieprüfung der Kategorie M absolvieren.
Erfolgsquoten bei den Prüfungen sinken
Betrachtet man die volumenstarke Basistheorieprüfung für Personenwagen und Motorräder (Kat. B und A/A1), so zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr erneut eine tiefere Erfolgsquote. Es scheint, dass die Vorbereitung der Kandidatinnen und Kandidaten auf die Theorieprüfung nicht ausreicht oder dass die Prüfung nicht ernst genug genommen wird.
Auch bei der Theorieprüfung für Mofas, E‑Bikes bis 45 km/h oder E‑Trottinetten und langsame E‑Bikes bis 16 Jahre ist ein relevanter Rückgang der Erfolgsquote zu verzeichnen.
Bei den beruflichen Kategorien zeigt sich ein ähnliches Bild. Besonders auffällig ist die deutlich tiefere Erfolgsquote der Theorieprüfung für den berufsmässigen Personentransport (BPT).
Die Erfolgsquoten der praktischen Prüfungen im Jahr 2024 sind durchgehend ähnlich wie diejenigen im Vorjahr. Aus den Zahlen lässt sich kein eindeutiger Trend ableiten, wie die Vereinigung der Strassenverkehrsämter asa festhält.