Hearing KVF-N vom 25. März 2025

Massnahmen für die Verkehrssicherheit

Noch 2017 wurde die Schweiz für ihre herausragenden Bemühungen um die Verkehrssicherheit ausgezeichnet. Leider ist seit 2019 eine Trendwende eingetreten. L-drive Schweiz ist deshalb an die nationalrätliche Verkehrskommission gelangt.

Noch 2017 wurde die Schweiz für ihre herausragenden Bemühungen um die Verkehrssicherheit ausgezeichnet: Der European Transport Safety Council (ETSC) verlieh der Schweiz den renommierten PIN-Award für Verkehrssicherheit, nachdem die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2006 und 2016 um 42 Prozent gesenkt werden konnte. Langfristige und gezielte Massnahmen haben unser Land zu einem Vorbild in Europa gemacht.

Die Schweiz ist im internationalen Sicherheitsranking sukzessive zurückgefallen. Während viele europäische Länder die Verkehrssicherheit verbessern konnten, verzeichnete die Schweiz in den letzten Jahren einen besorgniserregenden Anstieg der Schwerverunfallten und Verkehrstoten. Im Vergleich zum Basisjahr 2019, wo die EU-27 insgesamt einen Rückgang der Verkehrstoten um 10 Prozent erreichte, stiegen die Zahlen in der Schweiz alleine bis 2023 um 26 Prozent an.

Mittlerweile anerkennt auch das Bundesamt für Strassen (ASTRA), dass die Schweiz bei den Unfallzahlen den angestrebten Absenkungspfad verlassen hat und dass die gesetzten Ziele in der Verkehrssicherheit so nicht mehr erreicht werden können. Diese bedauerliche Entwicklung hängt mit zahlreichen Abbaumassnahmen und Abschwächungen des Via-sicura-Paketes zusammen. Sie betreffen auch – oder insbesondere – die Fahrausbildung. Mit der im Dezember 2018 vom Bundesrat beschlossenen Revision der Verkehrszulassungsvorschriften (Opera-3) wurde die bewährte Fahrausbildung in der Schweiz (Motorrad-Kategorien und Personenwagen) auf den Kopf gestellt. Mit weitreichenden Folgen.

L-drive Schweiz fordert rasches Handeln

L-drive Schweiz, die Dachorganisation der Fahrlehrerschaft in der Schweiz, ist der Auffassung, dass gerade im Bereich der Fahrausbildung unvermittelt (d.h. per 01.01.2026) Anpassungen vorgenommen werden müssen. Es kann nicht angehen, dass in gewissen Bereichen seit Einführung der Änderungen „signifikante Zunahmen“ von Schwerverletzten und Getöteten nachgewiesen werden und eine umgehende Reaktion (sprich: Korrektur) ausbleibt. Wir sehen die Dringlichkeit für Massnahmen gegeben und konstatieren, dass seit 2018 sehr vieles in die falsche Richtung gegangen ist.

Schreiben an die Verkehrskommission vom 21. März 2025.pdf
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