Fahrausbildung komplett neu konzipieren

Die BFU lanciert die Debatte über die Fahrausbildung der Zukunft. Klar ist: Die Fahrausbildung gilt es komplett neu zu konzipieren. Der Schweiz. Fahrlehrerverband SFV unterstützt das Ansinnen der BFU.

Selbstfahrende Autos sind aktuell noch eine Vision. Selbst die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU geht davon aus, dass «noch Jahrzehnte vergehen, bis sie unsere Strassen erobern.» Und doch: Dass dereinst autonome Fahrzeuge auch bei uns unterwegs sein könnten, ist nicht unrealistisch, zumal die Automatisierung verschiedene Grade kennt. Dabei wird die technische Unterstützung schrittweise zunehmen und der Mensch am Steuer entlastet.

Angesichts dieser Entwicklungen ist klar, dass sich auch für die Fahrlehrerschaft die Frage stellt, was künftige Fahrschülerinnen und Fahrschüler überhaupt noch können müssen.

Lange, gefährliche Übergangsphase

Die BFU erforscht das Thema seit einiger Zeit intensiv. Vor allem auch, weil heute schon immer mehr Autos mit technischen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet sind. Die Verkehrsexpertinnen und -experten der BFU rechnen mit deutlich tieferen Unfallzahlen, wenn dereinst alle Fahrzeuge vollautomatisiert fahren. Heikel ist allerdings die jahrzehntelange Übergangsphase, in der Automobilistinnen und Automobilisten die Wirksamkeit technischer Assistenzsysteme überschätzen oder ihre Funktionsweise missverstehen. Beides führt zu riskantem Fahrverhalten, weshalb die Fahrausbildung relativ rasch komplett neu konzipiert werden muss.

SFV unterstützt Neukonzipierung der Fahrausbildung

Hier setzt das Engagement des Schweiz. Fahrlehrerverbandes SFV an: Der SFV ist überzeugt, dass sich die professionelle Fahrausbildung des Themas intensiv annehmen muss. Sowohl die praktische Fahrausbildung als auch die theoretischen Grundkenntnisse müssen vertieft vermittelt werden. Und wer könnte dies besser als professionelle Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer.

Mehr zum Thema finden Sie im nächsten „L-drive“, welches SFV-Mitglieder Mitte Dezember zugestellt bekommen.

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Die Partnerorganisationen der Trägerschaft für die Revision des Berufsbildes (SFV und FRE) machen Nägel mit Köpfen: Gemeinsam und im Konsens sind wichtige Grundsatzentscheide gefällt worden, wie man den Fahrlehrer-Beruf in der Zukunft gestalten will.

Alkohol am Steuer: Wer trinkt, fährt nicht

Alkohol ist im Strassenverkehr ein unpassender Begleiter. Schon bei einer kleinen Menge verdoppelt sich das Risiko eines tödlichen Unfalls. Deshalb erinnert die BFU mit einer schweizweiten Präventionskampagne Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker an die Gefahr von Alkohol. Die BFU stellt den SFV-Mitgliedern Kampagnen-Material zur Verfügung, damit sie dieses den Fahrschüler/-innen abgeben können.