Einstieg Kat. A (unbeschränkt) und Prüfungstermine

Ab 1. Januar 2021 ist der Direkteinstieg in die Kat. A unbeschränkt wie seit längerem schon bekannt – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – nicht mehr möglich. Dies hat nach der COVID-19-Pause zu einem Anstieg der Nachfrage nach PGS geführt. Es wird befürchtet, dass bei den Prüfungen Engpässe entstehen könnten. Der Schweiz. Fahrlehrer Verband SFV ist diesbezüglich seit längerem mit der asa und dem ASTRA in Kontakt. Eine Lösung zeichnet sich jetzt ab.

Per 1. Januar 2021 soll der Einstieg ins Motorradfahren nur noch über die Kategorien A1 (125 ccm) und Kat. A beschränkt auf 35 kW erfolgen. Dies ist seit Dezember 2018 bekannt. Der Direkteinstieg in die unbeschränkte Kat. A ist nur noch ausnahmsweise möglich. z.B. für Motorradmechaniker-Lehrlinge, Polizisten, Verkehrsexperten oder militärisches Personal (dafür neu schon ab 18 Jahre).

Die praktische Grundschulung für Motorradfahrende muss nur noch einmal absolviert werden. Sie dauert für alle Motorradkategorien, neu auch für die Kategorie A1 und A1 45 km/h, nun immer 12 Stunden. (Art. 19 Abs. 3 VZV). Die entsprechenden Weisungen des ASTRA sollten (wie auch die Weisungen zum Verkehrskunde-Unterricht VKU) in Kürze vorliegen.

Für die Kat. A beschränkt auf 35 kW und Kat. A ist zudem immer eine praktische Prüfung erforderlich (Art. 24 Abs. 3 VZV).

Die Änderungen per 1. Januar 2021 sowie die Folgen von COVID-19 haben in den letzten Wochen zu einem Anstieg der Nachfrage nach praktischer Grundschulung (PGS) für Motorradfahrende geführt. Gleichzeitig mussten die Kantone feststellen, dass die Prüfungsvorbereitungen teilweise nicht mehr gleich ernst genommen werden, was ja eigentlich Sinn und Zweck der PGS wäre. Dies hat zu einer höheren Durchfallsquote geführt.

Die höhere Durchfallsquote sowie der Ansturm auf die PGS haben Befürchtungen wach werden lassen, dass der Ansturm «altrechtlicher» Prüfungsteilnehmender trotz absolvierter PGS eventuell nicht mehr bewältigt werden kann. Der Schweiz. Fahrlehrer Verband SFV hat dieses Thema seit längerem aufgenommen und ist diesbezüglich in engem Kontakt mit den Behörden (asa, ASTRA).

Tatsache ist: Stand heute dürften bis Ende Jahr genügend Prüfungstermine zur Verfügung stehen, damit alle, welche die PGS absolviert haben, auch einen Prüfungstermin erhalten. Indessen verfügt die Vereinigung der kant. Strassenverkehrsämter (asa) über keine gesicherten Angaben, wie viele Inhaber eines gültigen Lernfahrausweises (mit PGS) in den kommenden Wochen noch dazu kommen werden.

asa und ASTRA haben dem SFV deshalb versichert, dass man eine Lösung erarbeiten will: Das ASTRA prüft eine Regelung, damit Personen, die wegen der Coronavirus-Pandemie die praktische Prüfung für die Kategorie «A beschränkt auf 35 kW» nicht absolvieren können, nicht benachteiligt werden.

Vielmehr geht es darum, jenen eine Lösung anbieten zu können, welche bereits jetzt in der «Pipeline» LFA-PGS-Prüfung sind.

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