Fahrlehrerbewilligung: Benachteiligung der «Altrechtlichen» beseitigen

Der Schweiz. Fahrlehrerverband SFV möchte im Zuge der Revision der Fahrlehrerverordnung die Ungleichbehandlung von alt- und neurechtlichen Fahrlehrern beseitigen. Der Wiedererwerb soll an die Weiterbildungspflicht geknüpft werden.

Die Revision des neuen Berufsbildes für die Fahrlehrerschaft schreitet zügig voran. Vor kurzem hat die Trägerschaft (der Schweiz. Fahrlehrerverband SFV und die Fédération Romande des Écoles de Conduite FRE) dem zuständigen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ihren Vorschlag für eine entsprechende Prüfungsordnung unterbreitet. Gleichzeitig hat man mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) erste Vorabklärungen für die notwendigen Anpassungen in der Fahrlehrerverordnung (FV) getroffen.

Störende Ungleichbehandlung beheben

Eine offene Frage betrifft dabei die nach wie vor störende Ungleichbehandlung von altrechtlichen und neurechtlichen Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern beim Wiedererwerb des Fahrlehrerausweises:

Während altrechtliche Fahrlehrer ohne Fachausweis diesen zuerst mittels Modul B5 und Abschlussprüfung erlangen müssen, reicht für Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen mit Fachausweis für den Wiedererwerb die Erfüllung der Weiterbildungspflicht. Dies weil die Fahrlehrerbewilligung gemäss Fahrlehrerverordnung (FV Art. 5) nur bei Vorliegen eines Fachausweises erteilt wird. Konkret sieht die Fahrlehrerverordnung vor, dass «Personen, die den Fachausweis bzw. die Zusatzqualifikationen oder eine entsprechende Gleichwertigkeitsverfügung besitzen (z.B. ausländische Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer), sich nicht nachqualifizieren, sondern lediglich nachweisen (müssen), dass sie die vorgeschriebene Weiterbildung nach Artikel 22 FV absolviert haben.»

Der Schweiz. Fahrlehrerverband SFV hat diese Ungleichbehandlung der altrechtlichen gegenüber den neurechtlichen Fahrlehrern wiederholt kritisiert. Daher hat die Trägerschaft des neuen Berufsbildes nun im Rahmen der Anpassungen der Fahrlehrerverordnung beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) beantragt, den Wiedererwerb in einem expliziten Artikel zu regeln, so dass alle Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer (mit und ohne Fachausweis) dieselben Bedingungen erfüllen müssen.

Will heissen: SFV und FRE möchten in der vorgesehenen Teilrevision der Fahrlehrerverordnung (endlich) regeln, dass «altrechtliche» Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer ohne eidg. Fachausweis die Fahrlehrer-Bewilligung nach dem Besuch der obligatorischen Weiterbildung zurückerhalten, ohne sich nachqualifizieren zu müssen.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat bereits signalisiert, dies so umzusetzen, sofern die Strassenverkehrsämter / asa dies ebenfalls unterstützen. Damit könnte ein langjähriges Anliegen der Fahrlehrerschaft zweifelsfrei einfach und rasch gelöst werden.