Wechsel an der Spitze von RoadCross Schweiz

Valesca Zaugg ist als Präsidentin der Stiftung RoadCross Schweiz zurückgetreten und hat die Organisation nach 15 Jahren verlassen. Sie hat das Zepter an ihren bisherigen Stiftungsratskollegen Willi Wismer weitergegeben.

Ende September hat der Stiftungsrat von RoadCross Schweiz Willi Wismer aus Winkel/ZH zum neuen Stiftungspräsidenten gewählt. Willi Wismer betreibt eine eigne Fahrschule und war über mehrere Jahre Präsident des Schweizerischen Fahrlehrer Verbandes SFV. Aktuell präsidiert er zudem den Zürcher Fahrlehrer Verband ZFV, den grössten regionalverband der Fahrlehrerschaft. In diesen Funktionen kennt er sich mit politischen Abläufen bestens aus und hat sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene Themen der Verkehrssicherheit mitgestaltet. Willi Wismer bringt als selbstständiger Unternehmer auch viel Erfahrung aus der Privatwirtschaft in die Stiftung mit ein. Als früherer Stadtrat und Präsident der Primarschule von Bülach und als aktueller Präsident der Schulkommission der Berufsschule Bülach, kann RoadCross Schweiz stark von seiner Expertise profitieren. Seit 2018 war Willi Wismer bereits Mitglied des Stiftungsrats von RoadCross Schweiz.

Willi Wismer freut sich auf die neue Herausforderung, auf strategischer Ebene das Geschick der Stiftung RoadCross Schweiz zu lenken. «RoadCross Schweiz ist eine kleine, aber feine Organisation. Dank ihrem Knowhow sowohl in der Verkehrssicherheit als auch in der Beratung von Verkehrsopfern kann sie einen wertvollen Beitrag zu den aktuellen Diskussionen leisten, wie bei stetigem Verkehrswachstum Verkehrsunfälle vermieden werden können. Ich freue mich sehr darauf, die erfolgreiche Arbeit meiner Vorgängerin Valesca Zaugg weiterzuführen», sagt Willi Wismer.

Die Geschichte von RoadCross Schweiz nachhaltig geprägt

Mit ihrem Rücktritt als Präsidentin des Stiftungsrats endet eine Ära, in welcher Valesca Zaugg die Geschichte von RoadCross Schweiz nachhaltig geprägt hat. Begonnen sich für Betroffene eines Verkehrsunfalls einzusetzen, hat sie bereits in der Vereinigung für Familien der Strassenopfer (VFS), aus welcher am 31. Mai 2006 RoadCross Schweiz entstand. Anfangs 2008 hat Valesca Zaugg die Geschäftsführung von FVS-Gründer Roland Wiederkehr übernommen und leitete die Stiftung über zehn Jahre operativ als Geschäftsführerin. Lag der Fokus der Stiftung bisher auf der Beratung von Unfallbetroffenen, wurde dieser unter Valesca Zaugg auf die Präventionsarbeit für Jugendliche erweitert. RoadCross Schweiz etablierte sich unter ihrer Führung schweizweit als angesehene Organisation, welche sich für Betroffene eines Verkehrsunfalles und mehr Verkehrssicherheit einsetzt. Mittlerweile betreibt RoadCross Schweiz eine kostenlose HelpLine für Unfallbetroffene, veranstaltet jährlich gut 450 Präventionsanlässe und erreicht damit über 15’000 Personen, davon mehrheitlich Jugendliche. 2010 hat Valesca Zaugg die Volksinitiative «Schutz vor Rasern» aktiv vorangetrieben und damit dazu beigetragen, dass Raser auf Schweizer Strassen hart angefasst werden. Dies aus der Überzeugung heraus, dass korrekte Strafen von Unfallverursachern und speziell von Rasern wesentlich dazu beitragen, dass Verkehrsopfer ihre Traumata verarbeiten können und sich gleichzeitig auch nachweislich eine präventive Wirkung entfaltet. Am 1. März 2019 gab Valesca Zaugg die operative Leitung der Stiftung weiter und wechselte als Präsidentin in den Stiftungsrat der Organisation.

Jetzt wendet sie sich neuen Herausforderungen zu und blickt zum Abschied zurück: «Die grösstmögliche Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden – unabhängig von der Wahl des Verkehrsmittels – war mir stets ein grosses Anliegen. In diesem Sinne habe ich mich viele Jahre mit Freude und Engagement gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden für den Auf- und Ausbau von RoadCross Schweiz engagiert. Ich wünsche der Stiftung mit ihren wichtigen Anliegen für die Zukunft alles Gute.»