Notwendige Anpassungen der Fahrlehrerverordnung vorbereitet

Im Rahmen der Revision des Berufsbildes Fahrlehrer/in zeichnen sich diverse nötige Anpassungen der Fahrlehrerverordnung FV ab. Die Regionalverbände/Sektionen des Schweiz. Fahrlehrer Verbandes SFV und der Fédération Romande des Écoles de Conduite FRE haben sich mit den notwendigen Anpassungen auseinandergesetzt. Grundsätzlich sind sich die Verbände über die nötigen Anpassungen, die in einer Arbeitsgruppe beschlossen worden sind, einig.

In mehrere Arbeitsgruppen-Sitzungen haben die Vertreter/-innen der Regionalverbände und Sektionen des Schweiz. Fahrlehrer Verbandes SFV und der Fédération Romande des Écoles de Conduite FRE in den letzten Monaten die im Zuge der Revision des Berufsbildes notwendige Revision der Fahrlehrerverordnung FV vorbereitet. Dabei sind grundsätzliche Entscheide gefällt worden.

  • So sollen in Zukunft vier Fahrlehrerbewilligungskategorien geschaffen werden, wobei der Zugang zu jeder dieser Kategorien (Auto-, Motorrad-, Lastwagen- und Busfahrlehrer) mit entsprechendem Fachausweis direkt möglich sein sollen. Somit dürfte die Fahrlehrerkategorie B nicht mehr Grundvoraussetzung für den (bisher späteren) Einstieg in eine der übrigen Kategorien sein.
  • Der Wiedererwerb einer einmal erworbenen Fahrlehrerbewilligung soll für Fahrlehrer/-innen (mit oder ohne Fachausweis) einheitlich geregelt werden. Es wird eine Lösung analog der CZV angestrebt: für den Wiedererwerb sind die Zulassungsbedingungen und die Weiterbildungspflicht zu erfüllen.
  • Die Verbände befürworten grossmehrheitlich die Weiterbildungspflicht als Grundlage für den Erhalt der Fahrlehrerbewilligung. Jedoch soll die Umsetzung der Weiterbildung wie Inhalte, Genehmigungsverfahren und Qualitätskontrolle durch die Trägerschaft des Berufsbildes erfolgen und optimiert werden. Beispielsweise soll es nicht mehr möglich sein, mehrmals die gleichen Weiterbildungskurse «abzusitzen».
  • Für die Ausbildungspraktika sollen klare Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche im Grundsatz in der Fahrlehrerverordnung verankert sein müssen.

Definitiver Entscheid der Trägerschaft

Die Plenarsitzung der Trägerschaft von SFV und FRE wird formal am 13. Oktober 2020 definitiv über die Vorschläge befinden. Anschliessend werden diese dem Bundesamt für Strassen ASTRA unterbreitet.

Die Umsetzung wird für das Jahr 2022 angestrebt, da bei einer Genehmigung der neuen Prüfungsordnung im Jahr 2021 im Jahr 2022 mit ersten Abgängern der neuen Ausbildung gerechnet wird.