Coronavirus: Empfehlungen für die Arbeitswelt

Das Coronavirus kann für Personen ab 65 Jahren und für alle mit bestehender Vorerkrankung gefährlich sein. Neue Empfehlungen für die Arbeitswelt sollen sie schützen. Informieren Sie sich hier über die aktuelle Situation in der Schweiz und international.

Das Informationsbedürfnis ist aktuell sehr gross. Das Bundesamt für Gesund (BAG) hat deshalb die Kapazitäten der Infoline ausgebaut. Dennoch kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Hier deshalb einige Fakten (Stand: 9. März 2020):

  • In der Schweiz wurde der zweite Todesfall vermeldet. Es handelt sich um einen 76-jährigen Mann aus dem Kanton Basel-Landschaft. Das BAG steht mit den Behörden des Kantons Basel-Landschaft in Kontakt.
  • Bestätigte Ansteckungen: 281 Personen.
  • Alle Erkrankten sind isoliert. Die Gesundheitsbehörden benachrichtigen enge Kontaktpersonen.
  • Meldungen zu Erkrankungen: aus den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis, Zug, Zürich sowie aus dem Fürstentum Liechtenstein.

Besonders gefährdete Menschen und Krankheitsverlauf

Besonders gefährdet schwer zu erkranken sind Personen ab 65 Jahre sowie solche, die eine dieser Vorerkrankungen haben:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs

Informationen/Empfehlungen für Fahrlehrer/-innen

Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus können sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben nur milde Symptome und merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital.

Das neue Coronavirus kann für Personen ab 65 Jahren und für alle mit bestehender Vorerkrankung gefährlich sein. Sie müssen besonders geschützt werden. Diese Empfehlungen ermöglichen Unternehmen, Massnahmen zum Schutz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bestimmen – auch von besonders gefährdeten. Unter Mitwirkung ihrer Angestellten können sie umgesetzt werden.

Arbeitnehmende dürfen weiterhin nicht systematisch über ihren Gesundheitszustand befragt werden.

Schutzmassnahmen für alle

  • Befolgen Sie die Empfehlungen www.bag-coronavirus.ch.
  • Persönliche Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen, sollen für alle möglich sein. Am Arbeitsplatz sollte es entsprechende Einrichtungen geben.
  • Falls im Betrieb möglich, sollen Mitarbeitende gegenseitig Abstand halten können, beispielsweise durch räumliche Anpassungen, Telearbeit/Home Office, Office-Splitting (ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet im Büro, einer an einem anderen Ort, zum Beispiel im Home Office) etc.

Gesunde Menschen sollen keine Hygienemasken tragen 

Sie schützen nicht effektiv vor einer Ansteckung mit Viren der Atemwege. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind Arbeiten, bei denen die Mitarbeitende aus anderen Gründen eine Maske tragen müssen, zum Beispiel Gesundheitspersonal oder Betreuungspersonal von gesundheitlich gefährdeten Menschen.

Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdete Angestellte, die am Arbeitsplatz einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, sollten im Betrieb Abstand halten können. Ist dies oder eine andere zeitlich begrenzte Beschäftigung nicht möglich, sollen Arbeitgebende für diese Personen das Fernbleiben vom Arbeitsplatz in Betracht ziehen.

Weitere Empfehlungen für die Arbeitswelt

  • Beim Arztzeugnis sollen die Arbeitgebenden kulant sein und es frühestens ab dem fünften Tag einfordern. So werden Gesundheitseinrichtungen nicht zusätzlich belastet.
  • Arbeitgebende müssen ihre Mitarbeitenden über persönliche und arbeitsplatzbezogene Schutzmassnahmen informieren. Sie müssen diese jeweils den aktuellen BAG-Empfehlungen anpassen.
  • Arbeitgebende sollen ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, möglichst nicht zu Stosszeiten im ÖV zu reisen.
  • Arbeitgebende sollen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so flexibel wie möglich gestalten, damit sie Stosszeiten vermeiden können.
  • Arbeitgebende sollen ihr Betriebskontinuitätsmanagement (Business Continuity Management, BCM) jetzt aktivieren. Als Grundlage steht das Handbuch für die betriebliche Vorbereitung (Pandemieplan) und die FAQ des SECO zur Verfügung.

Infoline (täglich 24 Stunden)+41 58 463 00 00